Powerpaket Tempeh

VEGAN AKTIV Tempeh in Powerpaket Tempeh

Leckeres aus Tempeh: Frittierte Tempeh-Bällchen auf knackigem Salat, knusprige Tempeh-Chips, Tempeh-Gyros mit Wedges und fruchtiges Tempeh-Chili

Tempeh: Ein Produkt mit Tradition

Ursprünglich stammt Tempeh aus Asien – genauer gesagt aus Indonesien und ist dort fest in der Tradition verankert. Tempeh ist so zart, dass damit in Indonesien sogar Babys entwöhnt und alte Menschen gefüttert werden! Das Bewusstsein um die positiven Wirkungen von Soja hat sogar dazu geführt, dass einigen Schulen und Krankenhäusern eine eigene Tempehrei angeschlossen ist!

Wie Tempeh entsteht und welche Inhaltsstoffe ihn so wertvoll für Deine tägliche Ernährung machen, erfährst Du hier!

Tempeh-Herstellung

Für das Erzeugnis aus ganzen Sojabohnen werden diese zunächst gewaschen, geschält und anschließend für 24 Stunden in kaltem Wasser eingeweicht. Anschließend wird die Bohnenmasse aufgekocht, abkühlt und mit der Edelschimmelpilzkultur Rhizopus oligosporus beimpft. Die Beimpfung mit den essbaren Schimmelpilzkulturen sorgt für die Reifung des Tempeh und bildet eine schnittfeste Struktur ähnlich wie bei Camembert.

Für den anschließenden Fermentationsprozess kommen die Sojabohnen in perforierte Plastikbeutel und reifen zwei Tage lang bei 30 °C in einer Wärmekammer. Der Sauerstoff, der durch die kleinen Löcher im Beutel dringt, ist wichtig, um den Stoffwechsel des Schimmelpilzes aufrecht zu erhalten.

Tempeh-Sorten und ihre Verwendung

Tempeh hat einen mild-würzigen Geschmack mit leicht süßlicher und nussiger Note. Er lässt sich nicht nur in verschiedenen Sorten herstellen, sonder auch wahnsinnig vielfältig verwenden!

Tempeh gibt es z.B. aus Kokos, Erdnuss, Hirse, Reis, Weizen, Okara, Gerste, Hafer oder Roggen. Aber auch aus Kichererbsen und schwarzen Bohnen findet man ihn in ausgewählten Manufakturen. Am weitesten verbreitet aber ist Sojatempeh.

Egal ob roh, gebacken, gebraten, gedünstet, gegrillt, frittiert, mariniert oder paniert, in Würfel, Stücke oder Scheiben geschnitten, im Alleingang oder geschickt kombiniert, Tempeh schmeckt in vielen bekannten Gerichten, als Suppeneinlage, Sandwichfüllung oder als knusprige Würfel auf Suppe oder Salat, aber auch auf neue und Kreative Art zubereitet, macht er eine gute Figur. Gerade durch die Bildung von Röstaromen kommt sein Geschmack besonders gut zur Geltung.

Will man ihn marinieren, sticht man ihn am besten mit einer Gabel mehrmals ein, damit die Marinade gut einziehen kann. Eine einfache Marinade etwa besteht aus Wasser, Sojasauce, Zitronensaft, Pfeffer, Koriander und Knoblauch und kann beliebig erweitert werden.

Noch mehr Inspirationen findest Du hier: Tempeh „Eier“ Salat mit Mayonnaise light (Kategorie: Rezepte), glasierten Tempeh, gegrillt (in: „Vegan grillen mit Cori & Matze„) oder noch viel, viel mehr bald in unserem neuesten eBook, sei gespannt!

Die Haltbarkeit von Tempeh

Gefroren lässt sich Tempeh nahezu unendlich aufbewahren, da hierdurch die Reifung gestoppt wird. Schnell und leicht lässt er sich dann am besten im heißen Wasserbad oder über Nacht im Kühlschrank auftauen. Damit er weiter reifen kann, sollte die Packung mit einem Messer eingestochen werden.

Frischer Tempeh hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche. Dabei sind dunkle Punkte auf der Oberfläche des Tempehs kein Anzeigen von Verderb, vielmehr zeigt sich hier die Aktivität des Edelschimmels, der vor allem bei unpasteurisierter Ware weiter wächst.

Die Textur sollte fest sein. Eine Schleimbildung deutet auf eine Überreife hin. Ist der Geschmack nicht mehr Pilz- / hefeähnlich ist das ebenfalls ein Zeichen für Überreife. Ein Ammoniak ähnlicher Geruch trübt die Qualität des Tempeh jedoch noch nicht ein. Wird dieser jedoch unangenehm stark, sollte der Tempeh weggeworfen werden.

Powerpaket Tempeh und seine wertvollen Inhaltsstoffe

Frisches Sojatempeh enthält im Schnitt 19,5% Protein. Zum Vergleich: Hühnerfleisch (21%), Rindfleisch (20%), Hackfleisch (13%), Eier (13%) und Milch (3%). Der vom Körper verwertbare Anteil ist nur wenig niedriger als der von Hühner- oder Rindfleisch.

Außerdem sind alle 8 essenziellen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst bilden kann, ausreichend vorhanden, allen voran Lysin, welches in Getreide nur in Spuren vorkommt und weshalb durch die Kombination mit Getreide die Qualität dieser Aminosäure gesteigert werden kann.

Tempeh selbst ist cholesterinfrei und enthält außerdem reichlich mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie etwa Linol- und Linolensäure, die Ablagerungen von Cholesterin und anderen Fettsäuren emulgieren, verteilen und ausscheiden helfen.  Studien haben zudem eine cholesterinsenkende Wirkung bestätigt, was vor allem der Verwendung der Sojabohne zuzuschreiben ist.

„Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass die Japaner, die Sojabohnen in Form von Tofu, Miso und Shoyu als normalen Bestandteil ihrer Alltagskost verwenden, auf der ganzen Welt eine der niedrigsten Sterblichkeitsraten wegen Herzkranzgefäßerkrankungen haben.“
(Quelle: Das Tempeh-Buch, S 44).

Tempeh enthält reichlich B-Vitamine wie Vitamin B6 und B2, Eisen, Magnesium, Kalium, Zink und Mangan.
Tempeh gilt zudem als die beste pflanzliche B12 Quelle. B12 gilt als wesentlicher Aufbaustoff roter Blutkörperchen und als essenziell für das zentrale Nervensystem. Es wird von Bakterien gebildet und von den meisten Menschen über tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Eier zugeführt. Aufgrund der heutigen strengen Hygienebestimmungen können sich die Bakterien allerdings nicht mehr selbst und „von Natur aus“ bilden und werden den Tieren deshalb über ihre Nahrung zugeführt.

Durch den natürlichen Fermentierungsprozess ist Tempeh besser bekömmlich als andere Sojaprodukte. Die Fermentation spaltet viele Nährstoffe auf und macht den Tempeh dadurch noch besser verträglich. Während der Fermentation spalten Enzyme Sojaproteine und Sojaöle teilweise auf und machen sie so für den Körper leichter verdaulich und verwertbar.

Sein hoher Gehalt an Antioxidantien und Isoflavonoiden, denen durch zahlreiche Studien eine positive Auswirkung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Beschwerden während der Menopause und Krebs bestätigt wurde, seine antibakterielle Wirkung und der hohe Gehalt an Ballaststoffen machen zusätzlich deutlich, dass es sich bei Tempeh um ein echtes Powerpaket.

Mit 157 kcal / 100 g ist Tempeh recht kalorienarm, enthält wenig Kohlenhydrate (sortenabhängig) und gilt deshalb als ideales Nahrungsmittel für Diabetiker und wird durch einen niederen Salzgehalt als Schonkost eingesetzt. Im Gegensatz zu Fleisch, Fisch und Milchprodukten ist Tempeh nahezu frei von Schadstoffen.

Tempeh ist von Natur aus vegan, vegetarisch und laktosefrei. Eine Glutenfreiheit kann aufgrund einer möglichen Reifung des Edelschimmelpilzes auf Getreidebasis nicht gewährleistet werden.

Wo bekommt man Tempeh?

In Deutschland findest Du das Powerpaket im Bioladen oder Bio-Supermarkt. Leider hat Tempeh aber im Regal noch keinen festen Platz – Dein Biohändler kann Dir aber sicher welchen bestellen. Tempeh aus eigener Manufaktur, wie zum Beispiel der Lindenhof Manufaktur, findest Du aber auch in Fachgeschäften wie z.B. dem Vegativ (Gemmingen, Kreis Heilbronn), der Aromastation (Mannheim) oder in ausgewählten Restaurants wie dem Holy Kitchen (Heidelberg).

Home Of Tempeh Lindenhof Manufaktur in Powerpaket Tempeh

Ansonsten hast Du die Möglichkeit, Dir Deinen Tempeh Zuhause selbst herzustellen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest Du auf veganlovlie.com.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Kombinieren!

Quellen:
Shurtleff, W. & Aoyagi, A.: Das Tempeh-Buch, Nahrung für alle, Band 3

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