Freeletics mit Kathrin Friedrich

Über 2 Millionen Einsteiger und erfahrene Fitness-Begeisterte trainieren mittlerweile weltweit mit einem Übungs-System, das ausschließlich auf das eigene Körpergewicht setzt und dabei alt bewährte Übungen wie Klimmzüge, Liegestütze, Kniebeugen, Situps und viele andere Übungen zu effektiven Workouts kombiniert.

„Freeletics“ heißt das Konzept, mit dem von überall und ohne Einschränkungen trainiert werden und die Dauer dabei individuell festgelegt werden kann. Den Erfolg beweisen zahlreiche Youtube-Videos.

Kathrin Friedrich in Freeletics mit Kathrin Friedrich

Eine, die sich hiermit auskennt, ist Kathrin Friedrich. Gemeinsam mit ihrem Freund informiert sie auf ihrer Facebook-Seite „Vegan Fitness und Food Lovers“ über vegane Fitness-Themen und bloggt außerdem regelmäßig auf http://www.vegan-freeletics.com. Hier spricht sie über ihre Trainingserfahrungen und gibt wertvolle Tipps zur sportlich-veganen Ernährung.

Wir haben die Gelegenheit genutzt, ihr ein paar Fragen zu stellen.

Hi Kathrin, vielen Dank, dass wir Dir ein paar kurze Fragen stellen dürfen. Hast Du uns ein paar kurze Worte über Dich?

Hallo! Schön mit euch zusammen über meine Lieblingsthemen Essen und Sport sprechen zu können! Ich lebe bereits seit über 9 Jahren vegan. Meine große Leidenschaft für die vegane Küche habe ich außer am heimischen Herd auch fast 4 Jahre in der Gastronomie ausgelebt als ich mit Freunden zusammen das vegane Restaurant Coox & Candy in Stuttgart geführt habe.

Sport habe ich schon immer gemacht, jedoch unterschiedlich intensiv je nach verfügbarer Zeit. Meist Joggen und Übungen im Fitnessstudio. Vor einem Jahr habe ich dann angefangen ernsthaft zu trainieren und an und mit meinem Körper zu arbeiten, mich noch intensiver mit Ernährung im Sport-Kontext zu beschäftigen und meine große Leidenschaft fürs Essen im Food-Bloggen auszuleben.

Wann und wie bist Du zu Freeletics gekommen?

Ich habe vor ziemlich genau einem Jahr mit Freeletics angefangen. Zu dieser Zeit hatte ich bereits drei, vier Monate Krafttraining im Fitness-Studio hinter mir und war für den Sommer auf der Suche nach Abwechslung zum Gerätetraining.

Bei Facebook erzählte jemand von Freeletics und wie hart aber erfolgsversprechend dies sei, ich googelte und fand beeindruckende Transformation-Videos. Mein Ehrgeiz war geweckt, ich installierte mir die damals noch verfügbare kostenlose App und kaufte mir nur eine Woche später den kostenpflichtigen Coach, um noch gezielter trainieren zu können.

Hattest Du von Anfang an ein bestimmtes Ziel vor Augen und was ist Deine tägliche Motivation?

Als ich den Coach buchte, der ein 15 Wochen Sportprogramm beinhaltet, waren es noch genau 15 Wochen bis zu meinem 30. Geburtstag. Ich wollte herausfinden, was die bestmögliche Form ist, die ich bis dahin erreichen kann. Noch einmal richtig gut aussehen und fit werden, bevor ich alt werde (lacht).

Die Workouts waren hart, besonders am Anfang. Während klassisches Krafttraining im Fitnessstudio häufig mit höheren Gewichten und niedrigen Wiederholungen arbeitet zielt Freeletics auf hohe Volumina. 50, 100, 125 Situps in einem Workout sind keine Seltenheit. Das ist hart, aber wenn du siehst wie du jeden Tag besser und schneller wirst und sich dein Körper formt motiviert das.

Eines meiner Zwischenziele für den Sommer war endlich auch als Frau einen oder sogar mehrere Klimmzüge zu schaffen. Nach 4 Monaten Training war es dann soweit. Schrittweise setzt man sich neue Übungen als Ziel, z.B. Pistol Squats oder Toes to Bar oder Handstand Pushups – an den beiden letzteren arbeite ich noch! Und natürlich motiviert auch die eigene Veränderung: ich glaube ich war noch nie so gut in Form, schlank und fit wie jetzt.

Welches ist Dein Lieblings-Freeletics-Workout?

Hmm… das ist schwierig, ich glaube bei einigen ist es eine Hass-Liebe. Die Workouts fordern dich heraus, sie machen dich echt fertig, aber am Ende besiegst du sie. Aphrodite ist der Klassiker bei Freeletics zum Einstieg. Ich mag Aphrodite (bestehend aus Situps, Squats und Burpees) weil es als Gradmesser dient und den eigenen Fortschritt zeigt. Außerdem mag ich Workouts mit Klimmzügen und Pikes, um an meinen Schwächen zu arbeiten.

Machst Du ausschließlich Freeletics oder auch andere Sportarten / Workouts?

Über den Winter habe ich angefangen auch wieder mehr im Fitnessstudio zu trainieren, da ich mich bei Kälte und Schnee nicht aufraffen konnte draußen zu trainieren. Freeletics kombiniert klassische Körpergewichtsübungen je nach Workout auch mit knackigen Sprints – im Winter draußen nicht ganz meine Sache. Daher bin ich dann lieber im Fitnessstudio für diesen Part aufs Laufband und hab die anderen Excersises dann auf den Matten im Frei-Trainingsbereich gemacht.

Aktuell mische ich: ich trainiere 5 bis 6 Tage die Woche, aktuell mit einem Kraft-Split-Plan für 4 Tage die Woche und dann noch 2 Cardio-Einheiten. Darunter sind auch Freeletics-Übungen. Jetzt da es wieder wärmer wird und man schöner auch draußen trainieren kann (ja, Wetter ist eine schlechte Ausrede aber für mich dann irgendwie schon) werde ich auch wieder mehr komplette Freeletics-Workouts machen.

Ich brauche einfach die Abwechslung im Sport und alle 3 Monate einen leicht anderen Fokus im Training.

Immer mehr Menschen beschäftigen sich ja mit ihrer Gesundheit und damit auch mit der eigenen Fitness und Ernährung. Seit wann lebst Du denn vegan und warum hast Du Dich für eine rein pflanzliche Lebensweise entschieden?

Vegan lebe ich bereits seit 2006, davor bereits seit meinem 13. Lebensjahr vegetarisch. Ich wurde Vegetarierin weil ich sah, wie ein Lamm geschlachtet wurde. Danach war mir klar, dass ich für so ein Leid nicht verantwortlich sein will und hörte auf Fleisch zu essen. Als ich älter wurde verstand ich, dass mein Anspruch, Tiere nicht auszubeuten und töten zu wollen mit der vegetarischen Ernährung nicht wirklich abgedeckt ist, da auch für Milch und Eier schlimme Dinge passieren und auch das Bio-Argument hier allein keine Lösung ist. Meine Konsequenz daraus war, dass ich nach einiger Recherche über die Praktiken in der Milch- und Eier-Industrie mein Leben vegan ausgerichtet habe. Glücklicherweise war das in einer Zeit, in der ich eh gerade zum Studieren von zu Hause ausgezogen bin und meinen eigenen Haushalt einrichtete und somit selbst für den Inhalt meines Kühlschranks verantwortlich war. Ich bin damals vom Dorf nach Stuttgart gezogen – hier war die Umstellung dank verschiedenster Bioläden und größerem Angebot im Supermarkt sowieso relativ einfach.

Wie sieht Deine Ernährung üblicherweise aus?

Morgens esse ich veganen Joghurt mit Chia-Samen, Obst und Nüssen oder auch sehr gerne Overnight-Oats oder Porridge.

Für die Mittagspause nehme ich mir stets etwas zu essen mit: verschiedenes Gemüse, eine Proteinbeilage (z.B. Tofu, Seitan, Lupine oder Tempeh). Bei Kohlenhydraten ist es mir wichtig, keine „leeren“ Kalorien zu essen – Nudeln oder Pommes sind zwar lecker, aber bringen gesundheitlich nicht so den riesen Mehrwert. Ich esse lieber Buchweizen, Quinoa oder Hirse.
Mein Abendessen liegt direkt nach dem Training, daher wird es hier richtig üppig mit Fokus auf gute Proteinquellen, gesunde Fette wie Kokosöl und viel Gemüse als Sättigungsbeilage. Abends ist es bei uns dann eher low-carb.
Nach dem Essen gibt es später noch ein kleines Betthupferl, entweder noch einmal Joghurt, leckere Dinge mit Seidentofu oder eine Handvoll Kakao-Nibbs oder Erdmandeln.
Auf unserer Facebook-Seite „Vegan Fitness und Food Lovers“ posten wir regelmäßig auch Fotos von sportlertauglicher Kreativküche, schaut doch einfach mal rein!

Hast Du 1-2 Tipps für jemanden, der Freeletics gerne mal ausprobieren möchte?

Einfach anfangen. Ihr braucht lediglich eine halbe bis eine Stunde Zeit, eine gute Trainingsmatte, die nicht rutscht und Musik, die euch anspornt. Einige Workouts findet ihr auch im Netz oder ihr holt euch direkt die App.
Am Anfang werdet ihr euch fragen, wer sich so wahnsinnige Dinge ausdenkt und es wird Muskelkater geben – dann nicht aufgeben sondern weitermachen! Es lohnt sich!
Was auch hilft ist ein Trainingspartner, der auf eine saubere Ausführung der Übungen achtet und dich zusätzlich motiviert. Im Netz und bei Facebook gibt es viele regionale Gruppen, die sich zum Training treffen. Schaut doch mal vorbei 😉 .

Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast unsere Fragen zu beantworten.

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