Die 5 besten natürlichen Süßungsmittel für Deine zuckerfreie Fastenzeit (und auch noch danach)!

Fasten ist im Moment in aller Munde und steht für viele anstelle von Diät. Tatsächlich geht es in der Zeit von Aschermittwoch bis Karsamstag (10. Februar bis 26. März 2016) aber um viel mehr als den Verzicht auf bestimmte Nahrungs- und Genussmittel.

Für die Gesundheit lohnt es sich (nicht nur) in dieser Zeit auf einige Genussmittel wie Süßigkeiten oder Zucker zu verzichten. Viele Menschen erfahren nicht nur einen Zugewinn an innerem Gleich- gewicht und befreien ihren Körper von überflüssigem Ballast, viele leben danach tatsächlich bewusster.

Zucker-Alternativen-vegan-aktiv-150x150 in Die 5 besten natürlichen Süßungsmittel für Deine zuckerfreie Fastenzeit (und auch noch danach)!Zum Glück gibt es zahlreiche natürliche Süßungsmittel als „Ersatz“ für den „normalen“, weißen und raffinierten Haushaltszucker. Neben „leeren“ Kalorien liefert der nämlich viel Energie in Form von Kalorien, jedoch weder Vitamine, noch Mineral- und Ballaststoffe.

Auch alle anderen, natürlichen Süßungsmitteln solltest Du jedoch mit Bedacht einsetzen. Das ist aber gar nicht so schwer. Denn die in Rezepten angegebenen „Zucker“mengen lassen sich meist ganz einfach reduzieren oder sogar halbieren und ganz einfach durch hochwertigere Süßungsmittel ersetzen und Du kannst so dauerhaft Deinen Zuckerkonsum senken.

Gerade im Biohandel weiten sich die Möglichkeiten der „natürlichen“ Süßung in der letzten Zeit immer mehr aus. Wir haben uns die Frage gestellt, bei welcher der vielen Alternativen  es sich um die beste oder sogar gesündeste handelt – und es für euch herausgefunden!

Da wir viel Wert auf eine möglichst geringe Verarbeitung und Naturbelassenheit legen, schauen wir uns bei jedem alternativen Süßungsmittel den Herstellungsprozess an.

Außerdem erfährst Du, wie Du durch deren Verwendung Deinen Körper ganz nebenbei auch noch mit wertvollen Inhaltsstoffen versorgen kannst.

Aufgrund mehrerer Faktoren wie etwa Fettabbau und Aus- wirkungen auf die Funktion der Schilddrüse (siehe:  „Mit einer gesunden Schilddrüse zu mehr sportlichem Erfolg!„) hat uns zudem die jeweilige Beeinflussung der Süßungsmittel des Blutzuckerspiegels interessiert.

Außerdem erfährst Du etwas über die optimale Verwendung in Rezepten, die durch die jeweiligen Eigenschaften wie Konsistenz, Löslichkeit und Geschmack beeinflusst wird.

Legen wir also los!

1. Vollrohrzucker und Rohrzucker

Beim Vollrohrzucker handelt es sich um eine aus dem Saft des Zuckerrohrs gewonnene Zuckersorte. Das hierfür verwendete Zuckerrohr wird zunächst ausgepresst, gefiltert und zu Sirup eingekocht. Dieses Sirup wird abgekühlt und gemahlen und sonst nicht weiter behandelt. Wird Vollrohrzucker kristallisiert und raffiniert, entsteht Rohrohrzucker.

Auf diese Herstellungsweise bleiben im Vollrohrzucker die Mineralstoffe des Zuckerrohres weitestgehend enthalten. Die anhaftenden Melasse enthält zwar immer noch einige, aber je nach Verarbeitungsschritt immer weniger Vitalstoffe. Je weiter die Verarbeitung (das Auspressen und Zerquetschen des Zuckerrohrs) fortgeschritten ist, umso weniger Melasse bleibt übrig. Rohrohrzucker enthält dann zwar immer noch einige, aber weitaus weniger Mineralien und Vitamine als Vollrohrzucker.

Beim Vollrohrzucker handelt es sich noch um eine der gesündesten Alternativen aus der Zuckerkategorie, jedoch dennoch um einen konzentrierten Zucker und sollte gerade bei einem instabilen Blutzucker deshalb sparsam eingesetzt werden.

Der karamellartige Eigengeschmack von Vollrohrzucker eignet sich vor allem für dunkle Gebäcke wie Kekse, zum Verfeinern von Milchreis und zum Süßen von Kaffee oder Tee. Durch seinen milden Geschmack eignet sich Rohrohrzucker vor allem zum Süßen von Getränken und Gebäck. Durch seine kristalline Form ist er der klassische „Einsteiger“ für alle, die dem weißen Zucker entsagen. Er ist in nahzu jedem Supermarkt, Reformhaus und Bioladen erhältlich.

Sirup

Sirup gibt es in verschiedenen Varianten. Die bekanntesten sind wohl Agavensirup, Ahornsirup, Reissirup, Zuckerrübensirup und Dattelsirup.

Agavensirup wird durch das Einritzen des „Herzens“ der Agaven-Pflanze (Kakteen-Art) gewonnen. Beim Ahornsirup wird der Saft, der sich hinter der Rinde des Ahornbaumes gesammelt hat, gezapft. Ahornsirup enthält noch recht hohe Mineralienmengen.  Reissirup entsteht durch das Auskochen von Reises. Reissirup ist reich an Mineralstoffen wie Magnesium, Kalium und Eisen. Auch der aus der Zuckerrübe gewonnene Saft für den Zuckerrübensirup wird unter starker Wärmeeinwirkung eingekocht und eingedickt. Zuckerrübensirup weist noch einen recht hohen Gehalt an Eisen und Magnesium auf. Für den Dattelsirup werden Datteln mit Wasser gemixt und anschließend aufgekocht und eingedickt.

Beim Sirup handelt es sich immer um eine dickflüssige und konzentrierte Zuckerlösung, die durch das Eindicken von zuckerreichen Flüssigkeiten unter wärmebedingtem Wasserentzug hergestellt werden und deshalb auch zu den eher stärker verarbeiteten Lebensmitteln zählen. Einzig selbstgemachter, frischer, rohköstlicher und basischer Dattelsirup ist schnell selbstgemacht und Vitalstoffverluste, wie sie beim Erhitzen entstehen, bleiben aus.

Sirup besteht neben Glucose hauptsächlich aus Fructose. Zu viel davon kann den Blutzuckerspiegel und das Sättigungsgefühl beeinflussen. Auch Sirup solltest Du besser wohl dosiert verwenden.

Durch seine flüssige Konsistenz löst sich sich Sirup besonders gut auf und ist deshalb zur Verwendung in Kuchenteigen, Salatsaucen und Dips und Cremespeisen besonders geeignet. Tendenziell wird vom Sirup etwas weniger benötigt, als würde man Zucker zum Süßen einsetzen.

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker wird aus dem frischen Saft der Kokosblüte gewonnen. Zur Herstellung von Kokosblütenzucker wird Kokosblütennektar aufgefangen, gekocht und zu Granulat vermahlen. Er enthält eine größere Menge an Vitaminen und Mineralien. Durch den langen Transportweg leidet allerdings die Öko-Bilanz.

Kokosblütenzucke hat einen sehr niedrigen glykämischen Index von 35 und findet deshab vor allem auch in der Low Carb Küche Verwendung.

Kokosblütenzucker hat ein leichtes Karamell-Aroma und eignet sich nicht nur zum Süßen von Getränken wie Tees und Cocktails, sondern gibt auch Kuchen und Desserts ein tolles Aroma.

Birkenzucker bzw. Xylit

Birkenzucker entsteht aus Zellstoff, welcher aus dem Rohstoff Holz gewonnen wird. Produkten minderwertiger Qualität liegt oftmals Mais zugrunde und darf dennoch als „Birkenzucker“ bezeichnet werden. Achte darum unbedingt auf die Herkunft und Qualität!

Birkenzucker bzw. Xylit hat die gleiche Süßkraft wie Haushaltszucker, aber nur etwa 40 Prozent der Kalorien. Mit seiner antikariogenen Wirkung hemmt er außerdem das Wachstum kariogener Bakterien und besitzt eine remineralisierende Wirkung auf die Zahnhartsubstanz.


Xucker Vegan Aktiv-150x150 in Die 5 besten natürlichen Süßungsmittel für Deine zuckerfreie Fastenzeit (und auch noch danach)!Unsere Empfehlung: Xucker in der 1 kg Dose

  • ohne Gentechnik
  • vegan
  • Allergen-frei
  • aus nachhaltiger Waldwirtschaft
  • zu verwenden wie Zucker

Birkenzuckerbeeinflusst den Blutzucker- und Insulinspiegel nur geringfügig und hat einen niedrigen Glykämischen Index von etwa 7-13.

Er ist geschmachsneutral und sieht aus wie „normaler“ Haushaltszucker und kann 1:1 verwendet werden. Er eignet sich auch hervorragend zum Süßen von Backwaren.

Erythrit

Erythrit ist ein Zuckeralkohol, der auch in der Natur vorkommt und ist beispielsweise in Obst enthalten. Es wird als gut verträglich und gleichzeitig kalorienreduziert bzw. kalorienfrei beworben.

Die für die Lebensmittelproduktion benötigten Mengen werden allerdings mit energieaufwändigen Verfahren künstlich hergestellt, weshalb unseres Erachtens nicht von einem natürlichen oder vollwertigen Lebensmittel gesprochen werden kann.

Im Gegensatz zu anderen Zuckeralkoholen wird die Kalorienreduktion bei Erythritol dadurch erreicht, dass es fast ausschließlich über den Dünndarm aufgenommen und die Nieren ausgeschieden und demnach nicht verstoffwechselt wird.

Erythrit erhöht weder den Blutzucker- noch den Insulinspiegel merklich. Gentechnikfrei und vegan hergestelltes Erythrit nennt sich übrigens „Xucker light“ und kann vor allem beim Backen und zum Süßen von Heißgetränken verwendet werden.

Stevia

Wird von Stevia gesprochen ist neben dem als Süßungsmittel eingesetzten Pulver auch das zugrundeliegende und süß schmeckende Blatt der südamerikanischen Stevia Pflanze gemeint. Sie ist etwa 300-mal süßer als Zucker und frei von Kohlenhydraten und Kalorien.

Die im Handel erhältlichen Produkte enthalten die süß schmeckenden chemischen Verbindungen, die Steviolglycoside, welche in sehr aufwendigen chemischen Verfahren extrahiert werden müssen. Von einem Naturprodukt kann hier also ebenfalls nicht die Rede sein. Dennoch kommt es im Kontext mit einer bewussten Ernährung oft vor.

Obwohl die Blätter der Stevia-Pflanze reich an Phosphor, Kalzium, Proteinen, Vitaminen und Mineralien sind, bleibt hiervon nach der Gewinnung vermutlich nicht mehr viel übrig.

Stevia beeinflusst den Insulinstoffwechsel nicht und hat außerdem 0 Kalorien. Als Süßungsmittel kann Stevia beliebig eingesetzt werden, bringt jedoch (je nach Qualität) oft einen herben Beigeschmack mit, an den man sich unter Umständen erst gewöhnen muss.

Trockenfrüchte als Zuckerersatz

Es gibt sie in verschiedenen Sorten wie Aprikosen, Cranberries, Feigen und Rosinen. Und vor allem Datteln kommen in der gesundheitsbewussten Küche aufgrund ihres neutralen Aromas und hoher Süßkraft oft als Süßungsmittel zum Einsatz. Bei Trockenfrüchten bzw. Trockenobst handelt es sich um gedörrtes Obst, das eine Restfeuchtigkeit von etwa 20 % aufweist.

Je nach Trocknungsart verliert das Trockengut bei zu hohen Temperaturen schnell an Aroma, Geschmack und Vitaminen. Bei in einem Dörrgerät bei nicht mehr als 40 Grad getrockneten Früchten handelt es sich jedoch um wertvolle Vitamin- und Mineralstoffquellen. Trockenfrüchte sind außerdem reich an Ballaststoffen, die nicht nur lange satt halten, sondern auch die Verdauung anregen.

Trockenfrüchte enthalten 60-70% Zucker. Es handelt sich dabei um Fruchtzucker, welcher den Blutzuckerspiegel nicht ganz so schnell ansteigen lässt. Trotzdem sollte man Trockenobst nicht in rauhen Mengen verzehren und auch wir haben schon öfter die Erfahrung gemacht, dass dadurch z.B. Heißhungerattacken vorprogrammiert werden.

Am besten werden sie längere Zeit (z.B. über Nacht) in Wasser eingeweicht, dann lösen sie sich bei ihrer Verarbeitung im Mixer am besten auf. Wenn es mal schnell gehen muss, können sie aber je nach Rezept auch direkt aus der Packung dazu gegeben werden.

In unserem Rezept für zuckerfreie After-Workout-Cookies er- setzen sie zum Beispiel sogar die Schoko-Drops!

S Ungsmittel Logo in Die 5 besten natürlichen Süßungsmittel für Deine zuckerfreie Fastenzeit (und auch noch danach)!

Fazit!

Zu unseren Favoriten zählen Ahornsirup, Birkenzucker, Kokosblütenzucker, Trockenfrüchte und Vollrohrzucker. Durch die jeweilige Konsistenz ist das Abwechseln und Variieren kein Problem und Du kannst jeweils von den individuellen Nährwerten und Inhaltsstoffen, den unterschiedlichen Konsistenzen und dem Geschmack profitieren, ohne die „Nebenwirkungen“ eines übermäßigen (Zucker-)Verzehrs zu merken.

Wie Du siehst, stellt der vermeindliche „Verzicht“ auf Zucker kein Problem dar – weder in der Fastenzeit noch bei einer dauerhaften Ernährungsumstellung.

Wir wünschen Dir viel Spaß beim Backen, Kochen und Ausprobieren!

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